Häufige Fragen

Kite-FAQ.

Was du brauchst, was es kostet, was Pflicht ist, und wo du am besten anfängst.

Ausrüstung

Was brauchst du zum Kitesurfen?

Ein komplettes Set besteht aus Kite mit Bar und Leinen, einem Board, einem Trapez und einer Pumpe. Dazu je nach Wassertemperatur Neopren oder Lycra. Sinnvoll, aber nicht zwingend: Helm, Impact-Weste und ein Board-Leash für Spots mit Strömung. Mehr braucht es wirklich nicht, der Rest ist Komfort.

Welche Kitegrösse brauche ich?

Das hängt von deinem Gewicht und vom Wind ab. Als Faustregel für rund 75 Kilo: bei 12–15 Knoten ein 12er, bei 15–20 Knoten ein 10er bis 12er, bei 20–25 Knoten ein 9er, bei 25–30 Knoten ein 7er. Wer leichter ist, geht eine Grösse runter, wer schwerer ist, eine rauf. In der Praxis fahren die meisten zwei Kites, zum Beispiel 9 und 12 · und decken damit fast alles ab.

Was kostet ein komplettes Set?

Neu liegst du je nach Marke und Modelljahr etwa bei CHF 1'500–2'500 für Kite mit Bar, CHF 600–1'200 fürs Board und CHF 200–400 fürs Trapez. Gebraucht bekommst du ein solides Einsteiger-Set deutlich günstiger. Genau dafür gibt es den Kitemarkt, die grösste Occasionsbörse der Schweiz.

Neu oder gebraucht?

Für den Einstieg ist gebraucht fast immer die bessere Wahl: Du weisst noch nicht, was zu dir passt, und Material vom Vorjahr ist technisch kaum schlechter. Achte auf den Zustand von Tuch, Bladders und Leinen. Beim Trapez lohnt sich neu, das ist das einzige Teil, das wirklich zu deinem Körper passen muss.

Versicherung & Recht

Brauche ich in der Schweiz eine Versicherung?

Ja, das ist Pflicht. Dein Kite gilt in der Schweiz rechtlich als Segelschiff. Vorgeschrieben ist eine Haftpflicht über mindestens CHF 750'000 auf dem Wasser und CHF 1 Million an Land. Der einfachste Weg: die Mitgliedschaft beim Kitesurf Club Schweiz für rund CHF 110 im Jahr, die Deckung über die Helvetia ist automatisch dabei.

Deckt meine normale Privathaftpflicht das nicht ab?

Meistens nicht automatisch. Viele Policen schliessen Kiten als Risikosportart aus oder decken es nur bis zu einer Summe, die unter dem gesetzlichen Minimum liegt. Frag deine Versicherung konkret, ob Kitesurfen ausdrücklich eingeschlossen ist und mit welcher Deckungssumme, eine mündliche Zusage reicht nicht, lass es dir schriftlich geben.

Und wenn ich auf Reisen gehe?

Die Schweizer Deckung gilt oft nur im Inland. Für Reisen gibt es die internationale VDWS-Versicherung, die du über unseren Partner Kitefun bekommst, ab etwa 39 Euro im Jahr, die PLUS-Variante ab rund 99 Euro deckt zusätzlich dein eigenes Material inklusive Diebstahl und Transportschäden. Wichtig: Diese Police gilt nicht innerhalb der Schweiz, für zuhause brauchst du die Deckung oben.

Brauche ich eine Lizenz oder einen Ausweis?

Zum Kiten allgemein nicht, aber einzelne Spots verlangen es. In Silvaplana brauchst du VDWS Stufe 4 oder IKO 3J, eine Mitgliedschaft bei Swiss Kitesurf und eine Haftpflicht mit Schweizer Deckung. Am Urnersee ist die Mitgliedschaft bei Kite Uri Pflicht und auf 110 Mitglieder plus 20 Tagesgäste limitiert.

Reisen & Spots

Wo lerne ich am besten?

Such dir flaches, stehtiefes Wasser mit konstantem Wind, nicht den spektakulärsten Spot. Ägypten rund um El Gouna ist dafür ideal: warm, flach, verlässlich und mit vielen Schulen. Brasilien und die Lagunen an der Küste von Ceará funktionieren genauso gut. Nicht zum Lernen geeignet sind Kapstadt (zu stark und böig), Tarifa (rough) und Fuerteventura (sehr böig), da fährst du viel, lernst aber wenig.

Wie transportiere ich mein Material im Flugzeug?

In einen Kite-Boardbag passt normalerweise das ganze Set. Die meisten Airlines nehmen es als Sportgepäck, aber Preise und Gewichtslimits sind sehr unterschiedlich, vor dem Buchen vergleichen, das macht schnell mehrere hundert Franken Unterschied. Bladders vor dem Flug leicht entlüften und Leinen sauber aufwickeln.

Wann soll ich wohin?

Irgendwo ist immer Saison, deshalb haben wir einen Saison-Kalender über alle Destinationen gebaut. Kurz gesagt: Europa im Sommer, Brasilien und Kapstadt im Winter, Kolumbien von Januar bis April, Ägypten fast das ganze Jahr.

Wo kann man in der Schweiz kiten?

Die beiden Klassiker sind Silvaplana im Engadin und der Urnersee bei Isleten, beide mit klaren Auflagen, die du vorher kennen solltest. Einen vollständigen Überblick über alle Schweizer Spots hat der Spotguide von unhooked.ch.

Und wir?

Verkauft ihr noch Material?

Ja, aber nur noch die grossen Sachen: Kites, Boards, Foils und komplette Sets von F-ONE, CORE, NORTH, MYSTIC und FLYSURFER. Schreib uns, was du fährst und wo, dann stellen wir dir zusammen, was passt. Für Zubehör, Ersatzteile und Kleinkram bist du beim Sport Trend Shop in Hinwil besser aufgehoben.

Habt ihr einen Laden?

Nein. Kein Ladengeschäft, kein Webshop, wir sind in Rapperswil und Zürich zuhause und arbeiten direkt mit dir. Das spart Kosten, die wir nicht draufschlagen müssen.

Beratet ihr auch zu Spots?

Alles, was wir wissen, steht in unserem Spot-Guide, 16 Destinationen, alle selbst gefahren und bewertet, mit Unterkünften, Windwahrscheinlichkeiten und ehrlichen Einschätzungen. Da steckt mehr drin, als wir dir am Telefon erzählen könnten.

Zum Spot-Guide → Kite, Board oder Set anfragen